Worry
Juli 8, 2018
preocupar
Juli 8, 2018
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Sorgen

Letzte Woche hat unsere Tochter Katie ein wunderbares und wunderschönes Baby bekommen. Die Geburt unserer kleinen Enkelin war eine wundervolle und heilige Erfahrung, da am Ende alles gut ging, aber davor gab es Komplikationen, und mit den Komplikationen gingen die Sorgen los. Wir haben uns in den letzten Tagen vor der Geburt alle gegenseitig unterstützt, und dabei ging es viel darum, Katie zu beruhigen, die sich natürlich um die Gesundheit ihres Babys sorgte. Das brachte mich dazu, über Sorgen und alles, was dazu gehört, nachzudenken.

Sorgen sind eine schlechte Investition in die Macht unserer Gedanken. Wenn wir uns über etwas Sorgen machen, dreht sich unser Verstand zwanghaft im Kreis. Aber jeder Gedanke, den wir haben, hat Macht und geht in eine bestimmte Richtung. Es ist nicht möglich, einen neutralen Gedanken zu haben, da jeder Gedanke unser Leben entweder aufbaut oder zerstört.  Wenn wir uns Sorgen machen, bringen wir uns und die Menschen, um die wir uns sorgen, in Gefahr, da unsere Gedanken unsere Realität und unsere Welt erschaffen. Daher passiert es häufig, dass wir das, wovor wir Angst haben, anziehen. Das erhöht unsere Angst, und wir machen uns noch mehr Sorgen, werden noch ängstlicher und begeben uns so auf einen noch gefährlicheren Weg.

Da wir alle in vieler Weise miteinander verbunden sind, obwohl uns das nicht immer bewusst ist, haben Sorgen noch eine weitere Wirkung: Die Person, um die wir uns sorgen, hat das Gefühl, etwas falsch gemacht zu haben oder falsch zu machen. Wenn Menschen das Gefühl haben, etwas falsch zu machen, verhalten sie sich auch so, oder sie fühlen sich einfach schlecht und schuldig und verhalten sich dementsprechend. Deshalb ist es wichtig, zu erkennen, dass es einen Einfluss auf die Menschen um uns herum hat, was wir denken. Auch wenn wir glauben, unsere Gedanken gingen nur uns selbst etwas an, ist dies nicht der Fall: jeder Gedanke hat eine Richtung und eine Wirkung, sobald wir ihn aussenden. Es gibt keine privaten Gedanken, und auch wenn andere Menschen sich unserer Gedanken nicht bewusst sind, empfangen sie unsere Gedanken auf tieferer Ebene klar und deutlich.

Eine Nebenwirkung von Sorgen ist Angst, und je mehr Angst wir haben, desto unsicherer fühlen wir uns. Dann beginnen wir, uns Strategien auszudenken, um unser Leben vor den Bedrohungen dieser gefährlichen Welt sicher zu machen. Wir sichern uns einen guten, aber langweiligen Job, wir häufen so viele Dinge wie möglich an: ein gutes Auto, gute Kleidung und gute Restaurants, nur damit wir uns als ein erfolgreicher, sicherer Mensch geben können. Wir gehen immer weniger Risiken ein, da wir jede nur mögliche Gelegenheit aus einer Perspektive der Sicherheit betrachten. Ganz gleich jedoch, wie sicher wir uns zu machen versuchen, fühlen wir uns immer noch unsicher und in Gefahr. Wir kennen Menschen, die vielleicht mehr haben, als sie in diesem Leben jemals ausgeben oder benutzen könnten. Und dennoch machen sie sich Sorgen und sind ängstlich, während sie immer mehr bedrohliche Situationen in ihren Gedanken durchspielen und immer mehr Zeit darauf verwenden, ihre Sicherheit zu erhöhen. Wir brauchen uns nur die Welt anzusehen und zu erkennen, dass sie das Ergebnis davon ist, dass Menschen nach dem streben, was sie ihrer Meinung nach sicher machen wird!

Das wird durch ein Zitat von Sadhguru verdeutlicht: „Wenn du nach Sicherheit im Leben suchst, strebst du unbewusst den Tod an. Der einzig sichere Ort ist dein Grab.“ Wir kennen die Konzepte vom „Ruhen in Gott“ und den „himmlischen Weiden“ usw., aber wir alle leben in dieser physischen Welt und wir werden alle sterben. Keiner wird hier auf eine andere Weise herauskommen, aber viele von uns leben und denken immer noch so, als wenn wir niemals sterben würden. Daher kommt unser Tod als eine plötzliche Überraschung oder lange hinausgezögerte Weigerung. Ganz gleich jedoch, wie er kommt, ist er mit Sicherheit etwas, über das wir uns wirklich Sorgen machen können. Damit begeben wir uns auf einen noch viel gefährlicheren Pfad.

An der Oberfläche sieht es so aus, als ob wir nur Sicherheit für unsere Familie, für unser Unternehmen und für uns schaffen wollen. Die Resultate entsprechen jedoch häufig dem Gegenteil! Es ist an der Zeit, dass wir lernen, Vertrauen zu haben, an etwas zu glauben, und uns und anderen etwas zuzutrauen. Wenn unser Verstand und unsere Gedanken sich in diese Richtung wenden, ändert das nicht nur uns, sondern es hilft allen Menschen, mit denen wir verbunden sind. Die Macht unserer Gedanken weist uns auf einen Glauben an ein positives Ergebnis hin. Das bedeutet nicht, dass es keine Herausforderungen und schwierigen Situationen geben wird, aber wir halten in unseren Gedanken an dem Glauben fest, dass sich alles zum Besten wenden wird, wenn wir diese Schwierigkeiten überwunden haben.

Viele Menschen behaupten, keinen Glauben zu haben. Das ist genauso, als wenn sie sagen würden, sie hätten keine Gedanken. Wir haben Gedanken und alle unsere Gedanken haben eine Richtung. Du glaubst an etwas, auch wenn das heißt, dass du daran glaubst, an nichts zu glauben. Das alles läuft unterbewusst ab. Wir könnten damit anfangen, uns den Prozess bewusst zu machen und unsere Gedanken dafür zu verwenden, wirklich die Art von Welt aufzubauen, die wir uns wünschen. Unsere Welt ist und wird so sein, wie wir sie uns jetzt wünschen. Mach dir deshalb keine Sorgen über irgendetwas, sondern lerne, Situationen so zu verändern, dass sie uns und den Menschen um uns herum gut tun.

Wir haben die Macht dazu!

Liebe Grüße