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Die Form folgt aus den Gedanken

Die Form folgt aus den Gedanken

Wenn wir unsere Welt betrachten, gehen wir so auf sie ein, wie wir es für angemessen halten. Manche Menschen bzw. Ereignisse ziehen uns an, und andere finden wir abstoßend. Im Grunde genommen, folgen wir mit unserem Denken der Form – wie Dinge erscheinen. Das entspricht jedoch nicht der Natur unseres Bewusstseins, denn sie beginnt mit einem Gedanken, aus dem die Form und nachfolgend unsere Erfahrung folgt.

Hier ein klassisches Beziehungs-Beispiel. In einem Leipziger Seminar sprach die Fokusperson davon, dass sich die Sexualität mit ihrem Partner schwierig gestalte. Offensichtlich bestand das Hauptproblem darin, dass er gern Sex hatte und sie die Sexualität auf Grund damit einhergehender Schmerzen eher ablehnte. Ich verstehe, dass manche Menschen ein medizinisches Problem haben, doch in diesem Fall bekundete die Fokusperson noch Monate zuvor, dass sie die Sexualität mit ihrem Partner sehr genoss. Ich gab zu bedenken, dass es gut wäre, in der Beziehung mehr Verstehen und eine bessere Balance zu entwickeln. Sie stimmte dem zu, fragte am Ende jedoch wieder: „Und wie gehe ich nun mit den Schmerzen um?“

Nun sprach ich mit ihr darüber, dass der Schmerz das Resultat eines Streites sei. Wenn wir in unserer Beziehung einen Groll hegen, der sich irgendwann zu einem Machtkampf entwickelt, folgt aus den Gedanken alles Übrige. Wenn wir diesen Groll jedoch aufheben und unser Denken verändern, wird sich auch die Form verändern, und wir kehren hoffentlich zur ‚Flitterwochen-Phase‘ zurück.

Wenn wir vom Bewusstsein sprechen, meinen wir damit das Gedankenfeld, aus dem alles Weitere folgt. Es ist wichtig, dass wir uns dieser Bewusstseinsebene gewahr sind und sie noch weiter ausdehnen. Sadhguru sagt dazu Folgendes: „Deine Gedanken und Emotionen sind das Drama, das du in deinem Bewusstsein erschaffst. Du solltest fähig sein, es in jede beliebige Richtung zu bewegen.“ Ich glaube, dass wir aufgerufen sind, bewusster zu werden, damit wir nicht nur uns, sondern auch den Planeten retten.

In der Bibel heißt es: „Am Anfang war das Wort.“ Wenn wir davon ausgehen, dass hiermit der ‚Gedanke‘ gemeint ist, und unsere Gedanken das Fundament unseres Bewusstseins darstellen, können wir davon ausgehen, dass unsere Gedanken am Anfang stehen und somit das Fundament unserer Schöpfung sind. Das Bewusstsein ist unser Kern, und es wird noch da sein, wenn jegliche andere Form bereits vergangen ist. Aus diesem Bewusstsein ergießen sich all unsere Gedanken, und unsere Humanität ist unsere Natur. Das bedeutet, dass all das, was wir uns wünschen, gleichzeitig unser Wunsch für die anderen ist. Dies führt zu unserer Großzügigkeit, welche unseren Geist widerspiegelt.

Es ist also von entscheidender Bedeutung, dass wir uns daran erinnern, dass die Welt, die wir wahrnehmen, in unserem Bewusstsein entstanden ist. Das ist die gute Nachricht. Denn, wenn dem so ist, können wir mit dieser Erkenntnis damit beginnen, jene Welt zu erschaffen, die wir uns von Herzen wünschen. Heute ist ein guter Tag, damit anzufangen. Bedenke, was passiert, wenn du nicht damit beginnst – dann lebst du in einer Welt, die vom Ego eines anderen erschaffen wurde!!

Alles Liebe,