A Celebration Day
September 25, 2019
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Ein Tag zum Feiern

Diese Woche feiern Susie und ich unsere Rubinhochzeit, unseren 40. Hochzeitstag. Deshalb kommt dieser Blog ein wenig später, aber wie bei allen guten Dingen lohnt sich das Warten. Für uns ist es eine Zeit, um das Wunder zu feiern  und einander und uns selbst zu feiern. Es ist ein Wunder, weil es Zeiten gegeben hat, in denen wir große Schwierigkeiten, Herzensbruch und Schuldgefühle erlebt haben. Das Schicksal war jedoch auf unserer Seite: irgendwie haben uns der Schmerz und das Leiden jedes Mal auf eine höhere Ebene, zu mehr Reife und Weisheit gebracht, sobald wir bereit waren, aus der Situation zu lernen und zu heilen.
 
Eine der wichtigsten Lektionen, die wir gelernt haben, ist Verständnis. Es ist so wichtig, in jeder Beziehung danach zu streben und bereit zu sein, uns die Zeit zu nehmen, unseren Partner oder unsere Partnerin zu verstehen. Auf jeden Fall musst du alle deine Urteile und Überzeugungen darüber aufgeben, wo du glaubst, im Recht zu sein. Du musst bereit sein, zuzuhören, dein Bewusstsein zu öffnen und deinen Partner wirklich kennen zu lernen. Wenn du den Weg, auf dem sich deine Partnerin oder dein Partner befinden, wirklich verstehst, erkennst du die Tiefe der Herausforderungen, denen sie sich stellen mussten. Du hast in ihre Seele geblickt und dich mit ihnen auf einer Ebene des Verständnisses verbunden, die Intimität bedeutet.

Wir haben gelernt, dass der Schmerz über unsere Vergangenheit Groll gegen andere nährt. Der Grund dafür ist, dass wir nicht wirklich verstanden haben, was damals passiert ist. Wenn wir uns verstimmt oder aufgebracht fühlen, sind wir von unserem Ego gefangen. Wir missverstehen, warum sich jemand so verhält, wie er oder sie das unserer Meinung nach tut. Wenn wir unseren Partner nicht verstehen, dann geht unsere Liebe für diesen Menschen verloren. Sobald wir bereit werden, unsere Partnerin oder unseren Partner zu verstehen, entsteht ein tiefes Gefühl der Wertschätzung und damit fließt die Liebe wie ein immer größer werdender Strom.

Wenn wir eine Beziehung anfangen, glauben wir, unseren Partner zu kennen. Es kommt jedoch der Punkt, an dem wir erkennen müssen, dass wir nur uns selbst sehen. Wenn wir bereit sind, tief in uns hineinzublicken, könnten wir anfangen, einen Blick davon zu erhaschen, wer unser Partner wirklich ist. Mit dieser Einsicht kommt das Wunder, dann das Staunen, gefolgt von der Herrlichkeit. Es gibt jetzt Zeiten, in denen wir uns einander viel ähnlicher fühlen, in denen viele der Differenzen nicht mehr vorhanden sind und wir als Eins denken. Nicht immer, aber immer öfter.
 
Deshalb haben wir Sadhgurus Zitat der Woche mit Verständnis gelesen:
„Menschen, die glauben, dass ihnen nur gute Dinge passieren sollten, taugen nicht für das Leben. Wenn du nicht weißt, wie du harschen Situationen mit Freude begegnest, dann entgehen dir alle Möglichkeiten.“

Wir wissen, dass dies für Beziehungen, wenn nicht sogar für alle anderen Aspekte des Lebens gilt. Wir müssen uns jedoch unsere Ängste ansehen. Zurzeit verwenden viele Leute in Großbritannien das Wort „Angst“, um andere anzugreifen und zu bedrohen. Wir müssen uns daran erinnern, dass wir deshalb davor Angst haben, uns vorwärts zu bewegen, weil wir glauben, dass wir dadurch etwas verlieren könnten oder werden. Die Angst vor dem Verlust hält uns davon ab, uns vorwärts zu bewegen und weiter zu wachsen. Es hat Zeiten gegeben, in denen wir in unseren Ängsten gefangen waren. Dann hat sich unser Widerstand dagegen gezeigt, den nächsten Schritt zu tun.

Jetzt haben wir jedoch die Erkenntnis gewonnen, dass sich die Welt immer schneller bewegt, und die Probleme immer schneller auftauchen. Wir müssen uns mit dieser Kraft mitbewegen. Wenn wir uns der Veränderung widersetzen, ist es nur eine Frage der Zeit, bevor der Damm bricht und wir um unser Leben schwimmen müssen. Wir sind dahin geführt worden, an unserer Beziehung mit der Erkenntnis zu arbeiten, dass wir aufgerufen sind, das zu lehren, was wir am meisten lernen müssen. Wir alle sind alle hier, um zu leben und zu lieben. Wir glauben, dass wir uns unseren Herausforderungen gemeinsam gestellt haben und unsere Beziehung zu einer guten Grundlage gemacht haben. Wir müssen sicherlich vieles über Hingabe, Unrecht haben und Bescheidenheit lernen.

Deshalb möchten wir uns bei all den Lehrern, Schülern, Freunden und Familienmitgliedern bedanken, die uns auf unserer Reise begleitet haben, an unserer Seite gestanden und mit uns geweint und gelacht haben.

Und wo ist unser Rubin?!
 
Liebe Grüße